Das Programm der dee:p19

Fünf Jahre gibt es die dee:p nun schon. Ein kleines Jubiläum sozusagen, aber kein Grund, sich auszuruhen. Im Gegenteil – ein Ansporn, erneut richtig loszulegen. Unterstützt werden wir dabei von starken Referenten, die ein breites Themenspektrum bedienen. Und so schaut es aus.

    Simon Zicholl, WESTPRESS

    Digitalisierung: Fluch unserer Zeit oder Chance für uns alle?

    Die Digitalisierung schreitet voran, unaufhaltsam möchte man meinen. Aber wo stehen wir mit ihr eigentlich aktuell, haben wir vielleicht sogar gerade erst richtig damit angefangen? Bereits jetzt hält unser Alltag einige Auswirkungen der Digitalisierung für uns bereit, über die man staunen, den Kopf schütteln, mindestens aber diskutieren kann. Was wir auf dem digitalen Parkett tun, wirkt sich unmittelbar auf das „echte“ Leben aus. Aber was genau verändert sich dadurch in unseren Köpfen – und wie wollen wir darauf reagieren? Markttrends, Arbeitsprozesse, Kommunikationswege, all das nimmt der digitale Wandel mit – nur wohin?

    In seinem Impulsvortrag möchte Simon Zicholl aufzeigen, warum Fragen und Zweifel rund um die Digitalisierung berechtigt sind – aber auch, warum wir bei diesem Thema nicht ins Zögern geraten, sondern besser wagen sollten. Für mehr Mut zur Veränderung!

    Marcel Rütten, HR4Good

    Recruiting Analytics: Wie Unternehmen Transparenz in ihr Recruiting bringen

    Viele Arbeitgeber wissen nicht, wie es um ihren Recruitingprozess steht und fischen im Trüben. Sie geben dafür Unmengen von Budgets aus, um potenzielle Interessenten anzulocken und beschweren sich über den Fachkräftemagel. Doch wer die wichtigsten Touchpoints im Detail kennt und in der Lage ist, die richtigen Recruitingkanäle zu identifizieren, kann die Candidate Experience an den Bedürfnissen von Bewerbern ausrichten und den Prozess effizienter als bisher gestalten. So werden Erfolge sichtbar und das Recruiting trägt maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei.

    Maren Kaspers, Team HR

    Die Power der Vielen: Mitarbeiter als Markenbotschafter im Netz

    Markenbotschafter sind auch im Personalmarketing schon längst nichts Neues mehr. Viele Arbeitgeber arbeiten mit Influencern oder berühmten Testimonials, die als Markenbotschafter eingesetzt werden. Zum Beispiel, um die Reichweite bestimmter Kampagnen zu erhöhen, oder um durch das reichweitenstarke Testimonial einen Einblick in die Unternehmenskultur zu geben. Doch egal, wie groß die Reichweite des Influencers oder Testimonials auch sein mag und wie sorgsam sie ausgewählt ist, um die Passung zum Unternehmen zu erhöhen – es bleibt immer eine externe Person.

    Nicht zuletzt deshalb bildet beispielsweise die Otto Group in einer eigenen Akademie Mitarbeiter zu Markenbotschaftern aus. Es geht aber auch mit weniger Aufwand – denn mit Sicherheit gibt es auch in Ihrem Betrieb Mitarbeiter, die ideal als Botschafter für Ihre Arbeitgebermarke eingesetzt werden könnten. Wie Sie diese finden und motivieren können, das diskutieren wir gemeinsam. Anhand von Beispielen unterschiedlicher Unternehmen geht es außerdem darum, herauszufinden, welche Form des Botschafters sich für Ihren Betrieb eignen könnte und welche Geschichten Sie erzählen können.

    Prof. Dr. Uwe P. Kanning, Hochschule Osnabrück

    Mythen des Personalmarketings

    In Zeiten des demografischen Wandels kommt dem Personalmarketing eine Schlüsselfunktion im Prozess der Personalauswahl zu. Doch nicht immer sind die eingesetzten Methoden zielführend und die zugrundeliegenden Überzeugungen zutreffend. Schlechtes Personalmarketing kann bisweilen sogar Schaden anrichten. Gibt es die Generation Y? Interessieren sich junge Menschen primär für die Werte eines Unternehmens? Darf man Bewerber heute nicht mehr fordern? Kommt „Big Data“ gut bei den Bewerbern an? Dies sind einige Fragen, die kritisch beleuchtet werden.

    Nina Diercks, Anwaltskanzlei Diercks

    Datenschutz & Arbeitsrecht: Himmel! Wie soll #Recruiting heute noch funktionieren?

    Recruiter*Innen haben viele Ideen, wie sie mit den nicht mehr vorhandenen Waschkörben an Bewerbungen oder den Waschkörben mit den falschen Bewerbungen umgehen können. Doch seit im Mai 2018 die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) Geltung erlangt hat, geistern viele Mythen durch die HR-Welt, wonach innovatives Recruiting kaum noch machbar erscheint. Darunter unter anderem die folgenden: Sourcing ist nicht möglich. Bewerberdaten dürfen nur mit Einwilligungen verarbeitet werden. Es dürfen keine Video-Interviews geführt werden. Mitarbeiter müssen (im Onboarding-Prozess) Einverständniserklärungen zum Datenschutz unterschreiben.

    Am 6. Juni wird es Zeit, gründlich mit diesen Mythen aufzuräumen. Rechtsanwältin Nina Diercks führt Sie ebenso kompetent wie unterhaltsam durch den datenschutz- und arbeitsrechtlichen Dschungel. Fragen und Diskussionen sind ausdrücklich erwünscht.

    Dr. med. Naim Farhat, Evangelisches Krankenhaus Hamm

    Vertrauen, Kommunikation, Stressabbau: Entscheidungen unter Unsicherheiten

    Das Treffen von Entscheidungen ist im medizinischen Alltag einer der Hauptfaktoren für Stress. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Oftmals bringt die jeweilige Entscheidung Konsequenzen mit sich, die über die Lebensqualität von Menschen und manchmal sogar über Leben und Tod bestimmen.

    Welche Entscheidung man letztendlich trifft – ob als Mediziner im Klinikalltag oder ganz allgemein – ist stark abhängig von internen und externen Einflüssen. Minimale Veränderungen an den Einflüssen können in identischen Situationen zu unterschiedlichen Entscheidungen führen – manchmal sogar mit identischer Qualität. Ob man sich „gut“ oder „schlecht“, „richtig“ oder „falsch“ entschieden hat, zeigt sich zumeist erst im Laufe der Zeit, nicht in dem Moment, in dem die Entscheidung getroffen wurde.

    Doch auch in der Retrospektive ist der Prozess der Entscheidungsfindung maßgeblich für ihre Stabilität und Kritikstandhaftigkeit. Was uns dabei hilft, stressfreie und besprechungsstabile Entscheidungen zu treffen? Vertrauen auf Mensch und Technik sowie Toleranz, Flexibilität und Kommunikation. Wie genau, darum geht es in diesem spannenden Vortrag.

    Ihre Fragen vorab beantwortet Ihnen Rebecca Ossenbrink gerne. Senden Sie einfach eine E-Mail an deep@westpress.de.
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