5. März 2021 Keine Kommentare

Karriere-Website: Das Bildkonzept als Leitfaden für einen unverwechselbaren Arbeitgeberauftritt

Wand mit verschiedenen gerahmten Bildern

Für einen starken visuellen Arbeitgeberauftritt mit hohem Wiedererkennungswert und Identifikationspotenzial braucht es idealerweise ein Bildkonzept. Authentische Bildmotive sind wichtige Imageträger. Sie machen Unternehmen als Arbeitgeber nah- und erlebbar. Sie ermöglichen Einblicke, verstärken Aussagen und transportieren Informationen sowie Visionen. Das Bildkonzept ist ein Leitfaden, der die visuellen Elemente definiert und arrangiert. Um den Besuch der Karriere-Website auch optisch zum Erlebnis werden zu lassen.

    Ausdrucksstarke, authentische Bildmotive sind ein wesentlicher Baustein einer guten Arbeitgeberkommunikation. Sie entscheiden, ob und wie ein Arbeitgeber wahrgenommen wird. Daher ist es wichtig, eine konsequente Bildsprache in Form eines Bildkonzepts zu entwickeln, z. B. für die Karriere-Website. Gewöhnlich wird das Bildkonzept an das Erscheinungsbild eines Unternehmens (Corporate Design) angelehnt.

    Die Auswahl von Fotos, Grafiken oder Illustrationen für eine Karriere-Website sollte sehr sorgfältig erfolgen – aufeinander abgestimmt: inhaltlich wie formal. Sie bilden idealerweise eine kohärente innere Struktur, schaffen eine Bildsprache. Ein Bildkonzept ist ein Leitfaden für die konsequente Umsetzung der Bildsprache. In diesem wird definiert, was es braucht, um visuelle Elemente zu einem harmonischen Gesamtgefüge zu arrangieren.

    Ziel und Inhalt eines Bildkonzepts

    Das Bildkonzept zieht sich wie ein roter Faden durch jede Seite. Es spiegelt das holistische Seitenkonzept auf visueller Ebene wider und unterstützt damit die Botschaft der Texte. Durch die einheitliche Bildgestaltung entsteht ein starker Arbeitgeberauftritt mit hohem Wiedererkennungswert.

    Dabei sollte das Konzept neben dem Look-and-Feel und der Bildthematik ebenso auf den Bildstil eingehen. Ergänzend kommen beispielsweise Vorgaben zur gewünschten Lichtstimmung, Perspektive und Tiefenschärfe hinzu, um ein stimmiges visuelles Erscheinungsbild zu gewährleisten. Der perfekte Begleiter ist ein Moodboard, das mit Beispielbildern und Angaben zur Bearbeitung der Header-Bilder das Konzept abrundet.

    Bestandteile des Bildkonzepts

    Das Bildkonzept benennt klare Kriterien, die als Entscheidungsgrundlage für die gesamte Bildauswahl und -bearbeitung dienen. Damit bietet es all jenen, die an der Karriere-Website mitwirken, Orientierung und Sicherheit – sowohl in der Konzeptionsphase als auch in der weiteren Ausgestaltung. Nachfolgend stellen wir einige wichtige Bestandteile und deren Funktion vor.

    • Look-and-Feel: Der erste Eindruck zählt. Fühlen sich InteressentInnen durch die Bildmotive angesprochen? Sind die dargestellten visuellen Elemente zielgruppengerecht? Vermitteln sie ein authentisches Bild des Arbeitgebers?
      Planen Sie eine Karriere-Website nicht primär auf Basis Ihrer Bedürfnisse als Arbeitgeber. Betrachten Sie die Seite aus der Perspektive der User (BenutzerInnen der Website). Ihr Ziel sollte es sein, ein visuelles Erlebnis für die KandidatInnen zu kreieren, die Sie mit Ihrer Website ansprechen und gewinnen möchten.

    • Bildstil: Reduziert, selbstbewusst, dynamisch, verspielt? Was soll der Bildstil vermitteln und unterstreichen? Legen Sie einen Stil fest, der einen Wiedererkennungswert schafft, ohne Sie in Ihren Möglichkeiten einzuschränken.

    • Bildthematik: Was möchten Sie durch die Bildauswahl erzählen? Fotografien und Illustrationen eignen sich im besonderen Maße, Botschaften zu transportieren. In der Kommunikation als Arbeitgeber bietet es sich an, Mitarbeitende und ihre persönlichen Geschichten in den Fokus zu rücken. Zudem sind Einblicke in die Arbeitsumgebung spannend.
      Für eine interessante Abwechslung können Detailaufnahmen sorgen, damit Motive sich nicht zu sehr ähneln. Immer zu bedenken ist, dass sich komplexe Themen schwieriger darstellen lassen. Wo reale Fotos an ihre Grenzen stoßen, können abstrakte Motive oder Illustrationen eine Alternative sein.
    • Die Kampagne „Zeit, dass sich was ändert“ der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken hat 2019 Mitarbeiter in ihrem Umfeld und mit ihren Geschichten porträtiert. Der Fokus lag darauf, die fünf typischen „Merkmale“ und „Faktoren“, die Mitarbeitende unmittelbar mit ihrer Arbeit verbinden, auch visuell zu erzählen: Flexibilität, Glück, Karriere, Qualifikation und Zeit.
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    • Farben/Farbklima: Um einen harmonischen Gesamteindruck zu kreieren, ist die Verwendung von Farben entscheidend. Neben den Hausfarben kann ein definiertes Farbklima, das aus einer ergänzenden Auswahl an Farben besteht, das Erscheinungsbild erweitern.
    • Farben sind nicht gleich Farben
      Was für einen Grafiker selbstverständlich ist, mag den Laien verwirren. Für eine Karriere-Website sollten Monitorfarben (RGB) bestimmt werden. Diese variieren zu den sogenannten CMYK-Farben, die in der Drucktechnik verwendet werden. Werden Farben nicht spezifisch definiert, kann es zu unerwünschten Farbverschiebungen und Farbverfälschungen in Abbildungen kommen.

    • Perspektive: Durch die Wahl der Perspektive lenken Sie nicht nur den Blick des Betrachters, sondern erzeugen auch eine gewisse Stimmung. Ein gerade ausgerichteter Blick (Normalperspektive) kann ausgleichend und sachlich wirken. Dynamik und Spannung erzeugen hingegen ungewöhnliche Blickwinkel. Extremere Blickwinkel, z. B. Frosch- oder Vogelperspektiven, können als unnatürlich oder unübersichtlich wahrgenommen werden.
    • Dos and Don’ts

      Eine Karriere-Website muss immer im Gesamtkontext gedacht werden. Insbesondere wenn sie Teil der Corporate Website ist, sollte sich das Erscheinungsbild der Karriere-Website an das des Unternehmens (Corporate Design) anlehnen. Alternativ kann eine Karriere-Website bewusst extrahiert werden und optisch von der Corporate Website abweichen. Auch in diesem Fall ist ein Bildkonzept grundlegend, das verdeutlicht, wie die Verwendung von grafischen Elementen gewünscht ist.

      Damit ist es eine Arbeitshilfe für Grafiker, Webdesigner, Konzepter und Fotografen (extern wie intern). Im Grunde für alle Personen, die für die Karriere-Website tätig werden. Grundsätzlich gilt: Je anschaulicher, desto besser. Beispiele zeigen mehr als nur Beschreibungen. Zum Verständnis tragen auch Negativbeispiele bei. Sie zeigen, welche Effekte und Perspektiven beispielsweise nicht zum Unternehmen passen und vermieden werden sollten.

      Gehen Sie gerne auf Ihre Agentur zu. Sie wird gemeinsam mit Ihnen ein Bildkonzept erstellen, das Sie ideal als Grundlage für die weitere Ausgestaltung Ihres digitalen Arbeitgeberauftritts nutzen können.



      Titelbild: Unsplash: © Kalden Swart

      Hinweis: Obgleich in diesem Beitrag nicht immer geschlechtsneutrale Formulierungen verwendet werden bzw. Schreibweisen, die die Gleichstellung der Geschlechter zum Ausdruck bringen, sind natürlich Männer und Frauen sowie Intersexuelle gleichermaßen gemeint.

    Tina Schwarze

    ist Ihre Ansprechpartnerin für alle Anfragen rund ums Thema Content. Im Blog schreibt sie vorwiegend zu den Themen Personalmarketing und Employer Branding.

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