13. Oktober 2015 Keine Kommentare

Gute Texte in der Personalwerbung (Teil 3) – Kandidaten überraschen

Prägnante Zitate, Weisheiten und Sprüche haben eines gemeinsam: Man erinnert sich gerne an sie, nutzt sie aufgrund ihrer Bekanntheit und erzählt sie weiter. In der Fülle an Alltagsgerede stechen sie heraus. Texte in der Personalwerbung können das ebenfalls. Mehr noch, ein guter Text kann inner- und außerhalb Ihrer Zielgruppe als Multiplikator dienen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Nutzen Sie sie schon?

Wahrscheinlich kennen Sie diesen Satz aus der Praxis: „Das ist ja ein halber Roman, das liest sich doch kein Mensch durch.“ Auch ein guter Texter hat diesen Satz garantiert schon mal gehört. Es scheint in unserer Natur zu liegen, abzuschweifen. Immer alles, was es Wichtiges zu sagen gibt, auch zu erwähnen. An sich ist das nicht verkehrt. Nur, wer einen Roman lesen will, der greift ins Bücherregal.

Leser von Personalanzeigen haben Erwartungen, die erfüllt werden wollen

Bewerber erwarten beim Lesen von Stellenanzeigen, dass diese nach einem gewissen Schema aufgebaut sind. Dieses Schema, bestehend aus einem schnell verständlichen Jobtitel, klaren Aufgaben, einem Profil, Angebot an den Kandidaten und einer aussagekräftigen Unternehmensbeschreibung, muss mit Leben gefüllt werden.

Dem Kanon der Personalwerbung zu folgen, ist eine Sache. Die Möglichkeiten dieses Kanons auszuloten und vollends auszuschöpfen, ist eine andere. Nicht jeder festgelegte Anzeigenaufbau inklusive durchdachten visuellen Designs erfüllt für sich genommen den Zweck, eine bestimmte Zielgruppe auf geeignete Art und Weise anzusprechen. Ein schlüssiger und damit wirksamer Anzeigentext ist von ebenso großer Bedeutung für den Erfolg Ihrer Ausschreibung.

Übertreffen Sie Erwartungen, indem Sie überraschen

„Endlich mal kein halber Roman“, „so geht’s auch“ oder „darin finde ich mich wieder“ – das sind die Reaktionen, die ein guter Text in der Personalwerbung bewirkt. Was für die Personalanzeige gilt, zeigt auch woanders Wirkung, so z. B. im Rahmen von Karriere-Websites, gedrucktem Infomaterial oder Spots und Videos, bei denen der Text die Rolle des Informationstransfers übernimmt. Also auf fast allen Kanälen.

Durch einen auf den Bewerber gemünzten Text überraschen Sie den Leser positiv. Selbst dann, wenn er sich nicht bewirbt, dient er als Multiplikator – das Prinzip des Weitersagens im Freundes- und Bekanntenkreis gilt auch im digitalen Zeitalter und ist dem Menschen eigen. Vielleicht sogar mehr denn je, denn Teilen ist angesagt. In sozialen Netzwerken, aber auch ganz klassisch im Gespräch.

Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, die sich Ihnen über das Medium Text bieten. Sprache ist vielseitig und birgt riesiges Potenzial, um sich abzuheben – die Zeit dafür ist reif. Kommunizieren Sie so individuell, wie es geht. Ihre unterschiedlichen Zielgruppen werden es Ihnen danken – wahrscheinlich durch eine Aussage wie „Ihre Anzeige hat sich viel besser gelesen, als andere.“

Teil 1: Gute Texte in der Personalwerbung – Hürden abbauen
Teil 2: Gute Texte in der Personalwerbung – Bewerbern entgegenkommen


Autor: Mike Heyden

Titelbild: Fotolia.com: © fotogestoeber

Mike Heyden

ist Texter, Exil-Hamburger und kreativer Kopf. Im Blog schreibt er vor allem zu den Themen Personalmarketing und Employer Branding.

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