29. November 2016 1 Kommentar

Klassische Jobbörsen vs. Jobsuchmaschinen

Motiv Armdrücken zum Blogbeitrag Klassische Jobbörse vs. Jobsuchmaschinen

Nachdem wir im letzten Blogbeitrag erklärt haben, wie die Geschäfts- und Abrechnungsmodelle der Jobsuchmaschinen aussehen, stehen heute die zentralen Unterschiede zwischen Jobsuchmaschinen und den klassischen Jobbörsen auf dem Plan. Ein Blick ins Detail lohnt, um zu verstehen, wo Vor- und Nachteile versteckt sind.

In einem durchweg automatisierten Prozess durchsucht (im Fachjargon: crawlt) die Jobsuchmaschine Webseiten von Unternehmen oder klassische Jobbörsen nach relevanten Inhalten – also Jobs. Im Gegensatz dazu publiziert bzw. hostet* die Jobbörse selbstverständlich nur dann Ihre Stellenanzeige, wenn Sie sie tatsächlich damit beauftragen. Hier sind Sie selbst für die Veröffentlichung Ihrer Stellenanzeige verantwortlich.

Traffic für Ihre Karriere-Website

Das Ziel der Jobsuchmaschine ist dabei maximale Marktübersicht. Und die Rechnung ist eigentlich ganz einfach. Wenn eine Jobsuchmaschine sämtliche Jobangebote listen kann, die das Web bereithält, wofür sollte der Bewerber dann noch andere Jobbörsen brauchen? Als Unternehmen genießen Sie zudem das Privileg, dass die Jobsuchmaschine den Traffic an Ihre Karriere-Website weitergibt.

Für Sie ein klarer Heimvorteil. Denn jetzt liest der Bewerber nicht nur Ihre Anzeige, sondern befindet sich kurzerhand in Ihrem HR-Wohnzimmer. Ein guter Moment, um den Bewerber voll und ganz von Ihren Qualitäten als Arbeitgeber zu überzeugen. Vorausgesetzt Ihre Karriere-Website ist inhaltlich und technisch gut aufgestellt. Worauf es ankommt, erfahren Sie in unserem entsprechenden Booklet – fordern Sie es einfach bei uns an.

Vielfalt vs. Übersicht. Flexibilität vs. Verschlagwortung

In puncto Suchprozess bieten beide Varianten eine Volltextsuche an. Der Unterschied liegt aber im Detail – genauer: in der Detailsuche. Jobbörsen punkten mit vielfältigen Optionen der Rubrizierung: Bei den meisten Anbietern können Sie Ihr Jobangebot in die Kategorien Branche, Anstellungsart, Arbeitszeit, Berufserfahrung sowie Region einteilen.

Jobsuchmaschinen, wie z. B. Indeed, bieten ebenfalls eine erweiterte Suche an, auch wenn hier die Möglichkeiten der Filterung anders gelagert sind. So lassen sich Jobangebote mit vielfältigen Merkmalen versehen, die es dem Suchenden einfacher machen, das Richtige zu finden. Besonders mithilfe der differenzierten Suchoptionen lässt sich die Bandbreite an relevanten Stellenanzeigen sehr gut eingrenzen. Schließlich will sich der Bewerber ja nur die zu ihm passenden Jobs ansehen.

CPC-Modell vs. Festpreis

In Sachen Flexibilität räumt das CPC-Modell einigen Spielraum ein. Das Budget lässt sich punktgenau an die Erfordernisse der Mediaplanung anpassen. Auch bei online stehenden Anzeigen können Sie es erhöhen oder senken. Jobbörsen agieren etwas weniger freigiebig und geben Festpreise sowie damit verbundene feste Laufzeiten vor. Sollte eine Position bereits vor Ablauf der geplanten Laufzeit besetzt werden, kann die Anzeige zwar frühzeitig offline genommen werden, die Kosten bleiben jedoch gleich.

Last but not least haben Jobsuchmaschinen noch die Herausforderung der Doppelt- und Dreifachschaltung zu meistern. Doch kluge Algorithmen sind schon heute in der Lage, diese Problematik technologisch auszuräumen. Letztlich haben beide Alternativen Ihre Vor- und Nachteile – man darf gespannt sein, wohin die Reise geht.

*Hosting bezeichnet das Auslagern bzw. die Speicherung der Stellenanzeige auf dem Server des Kunden oder der Jobbörse.


Erfahren Sie mehr zum Thema Jobsuchmaschinen – beispielsweise hier:
Vom Suchen und Finden – Jobsuchmaschinen
Jobsuchmaschinen – und wie sie funktionieren
Von Klicks und Kosten: das CPC-Modell

Wissbegierig geworden? Die Beiträge stammen aus unserer Booklet-Reihe „Wissensschatz“. Weitere Infos zum Wissensschatz erhalten Sie hier oder über unser Kontaktformular.


Autor: Dennis Küpper, Co-Autorin: Özlem Demirtas

Titelbild: Fotolia.com: © studiostoks, © Lukas Gojda, © efks, © tobb8

Dennis Küpper

ist echtes Ruhrpottkind und sorgt als Texter dafür, dass Ihre Botschaft beim Bewerber ankommt. Im Blog schreibt er vor allem zu den Themen Personalmarketing und Employer Branding.

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